Landingpage erstellen lassen: Leitfaden für Kleinbetriebe
Landingpage erstellen lassen: Wofür du sie brauchst, wie sie aufgebaut sein muss, damit aus Klicks Anfragen werden, und welche Fehler du vermeiden solltest.

Wer eine Landingpage erstellen lassen will, bekommt eine einzelne Seite mit genau einem Ziel: Besucherinnen und Besucher aus einer Werbekampagne sollen eine bestimmte Handlung ausführen, zum Beispiel eine Offerte anfragen oder einen Termin buchen. Anders als eine Website lenkt sie nicht ab, sondern führt Schritt für Schritt zu diesem einen Ziel. Für Kleinbetriebe lohnt sie sich vor allem dann, wenn sie Geld in Google Ads oder Meta Ads investieren.
In diesem Artikel zeigen wir dir, worin sich Landingpage und Website unterscheiden, wie eine gute Landingpage aufgebaut ist und worauf du beim Formular, bei der Ladezeit und bei der Messung achten solltest. Dazu teilen wir, was wir aus unserer Erfahrung mit Betrieben im Raum Zürich gelernt haben.
Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Website?
Deine Website ist wie dein Geschäft: Sie zeigt alles, was du anbietest, erzählt, wer du bist, und hat ein Menü mit vielen Wegen. Eine Landingpage ist eher wie ein Schaufenster für ein einziges Angebot. Sie hat meist kein Hauptmenü, wenige Links und einen klaren Knopf, der immer zum gleichen Ziel führt.
| Website | Landingpage | |
|---|---|---|
| Ziel | Informieren, Vertrauen aufbauen, gefunden werden | Eine bestimmte Handlung auslösen |
| Navigation | Menü mit mehreren Seiten | Kein oder nur ein minimales Menü |
| Besucherquelle | Google-Suche, Empfehlungen, Direktaufrufe | Meist bezahlte Anzeigen oder Newsletter |
| Inhalt | Breit, alle Leistungen | Schmal, ein Angebot |
| Lebensdauer | Jahre | Oft so lange wie die Kampagne |
Die beiden schliessen sich nicht aus. Die meisten unserer Kundinnen und Kunden haben eine normale Website und ergänzen sie mit einer oder mehreren Landingpages für einzelne Kampagnen. Wenn du noch gar keine Website hast, lohnt sich ein Blick auf unseren Artikel Was kostet eine Website in der Schweiz?.
Wofür brauchst du eine Landingpage?
Eine Landingpage lohnt sich immer dann, wenn du für Besucher bezahlst. Bei Google Ads und Meta Ads (Facebook und Instagram) kostet jeder Klick Geld. Schickst du diese Leute auf deine Startseite, müssen sie selbst suchen, was sie wollten. Viele brechen dann ab.
Typische Einsätze bei Kleinbetrieben sind:
- Google Ads für eine Leistung: Eine Sanitärfirma in Dietikon schaltet Anzeigen für «Boiler ersetzen» und schickt die Klicks auf eine Seite, die genau dieses Thema behandelt.
- Meta Ads für ein Angebot: Ein Coiffeursalon in Oerlikon bewirbt ein Einführungsangebot für Neukundinnen auf Instagram.
- Saisonale Aktionen: Ein Gartenbaubetrieb sammelt im Frühling Anfragen für Rasenpflege.
- Stellenanzeigen: Ein Malergeschäft sucht Lernende und erklärt auf einer eigenen Seite, wie die Lehre im Betrieb aussieht.
Aus unserer Erfahrung passt eine Landingpage am besten, wenn die Anzeige ein konkretes Versprechen macht. Die Seite muss dieses Versprechen dann sofort einlösen. Wer auf «Boiler ersetzen in Zürich» klickt und auf einer allgemeinen Startseite mit Badezimmerbildern landet, ist schnell wieder weg.
Wie ist eine Landingpage aufgebaut, die Anfragen bringt?
Eine wirksame Landingpage folgt fast immer der gleichen Logik. Sie beantwortet die Fragen, die sich jemand stellt, in der Reihenfolge, in der sie auftauchen.
- Überschrift mit dem Versprechen: Gleiche Worte wie in der Anzeige. Wer «Boiler ersetzen» gesucht hat, liest oben «Boiler ersetzen in Zürich, innert 48 Stunden».
- Kurzer Einleitungssatz und Knopf: Schon im sichtbaren Bereich ohne Scrollen muss klar sein, was die Person tun kann.
- Nutzen statt Merkmale: Drei bis fünf Punkte, warum dein Angebot hilft. Nicht «moderne Geräte», sondern «warmes Wasser ab dem nächsten Tag».
- Vertrauen: Echte Bewertungen, Fotos von dir und deinem Team, Logos von Verbänden, eine Schweizer Adresse und Telefonnummer.
- Ablauf: In drei Schritten erklären, was nach der Anfrage passiert.
- Häufige Einwände: Kosten, Dauer, Einzugsgebiet. Kurz und ehrlich beantwortet.
- Wiederholter Knopf und Formular: Am Schluss nochmals die Möglichkeit, aktiv zu werden.
Ein Gedanke pro Abschnitt, kurze Sätze und viel Weissraum machen die Seite auf dem Handy gut lesbar. Das ist wichtig, weil ein grosser Teil der Klicks aus Social-Media-Anzeigen auf dem Smartphone passiert.
Wie sollte das Formular aussehen?
Das Formular ist das Herzstück. Jedes zusätzliche Feld ist eine kleine Hürde. Frag nur, was du für den nächsten Schritt wirklich brauchst: oft reichen Name, Telefon oder E-Mail und ein Feld für das Anliegen.
Praktische Tipps, die sich bei uns bewährt haben:
- Beschrifte Felder klar und lass die Beschriftung sichtbar, auch wenn jemand tippt.
- Nutze die passenden Feldtypen, damit auf dem Handy die richtige Tastatur erscheint, etwa die Zahlentastatur bei der Telefonnummer.
- Formuliere den Knopf konkret: «Offerte anfragen» statt «Absenden».
- Zeig nach dem Absenden eine klare Bestätigung mit dem Hinweis, wann du dich meldest.
Google erklärt auf web.dev ausführlich, wie gute Formulare funktionieren. Die Empfehlungen sind einfach umzusetzen und machen einen spürbaren Unterschied.
Denk ausserdem an den Datenschutz. Seit September 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz (nDSG). Wenn du über ein Formular Personendaten sammelst, musst du transparent informieren, was mit den Daten passiert. Eine verständliche Datenschutzerklärung, die vom Formular aus verlinkt ist, gehört deshalb dazu. Hilfreiche Informationen findest du beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB). Für die rechtliche Prüfung im Einzelfall wendest du dich am besten an eine Fachperson.
Warum ist die Ladezeit so wichtig?
Wer auf eine Anzeige klickt, ist ungeduldig. Lädt die Seite zu lange, ist die Person weg, und du hast den Klick trotzdem bezahlt. Google misst die Nutzererfahrung mit den sogenannten Core Web Vitals. Der wichtigste Wert für die Ladezeit ist der Largest Contentful Paint (LCP): Er zeigt, wie schnell das grösste sichtbare Element erscheint. Laut web.dev sollte er unter 2,5 Sekunden liegen.
So bleibt deine Landingpage schnell:
- Bilder in modernen Formaten und passender Grösse einbinden.
- Auf schwere Slider, Videos im Hintergrund und unnötige Schriften verzichten.
- Nur die Skripte laden, die du wirklich brauchst, zum Beispiel für Messung und Formular.
- Die Seite auf einem gewöhnlichen Handy mit mobiler Verbindung testen, nicht nur im Büro am WLAN.
Aus unserer Erfahrung sind schlanke, statisch ausgelieferte Seiten hier klar im Vorteil gegenüber überladenen Baukasten-Lösungen.
Wie misst du, ob die Landingpage funktioniert?
Ohne Messung weisst du nicht, ob sich deine Werbung lohnt. Das Ziel ist einfach: Du willst wissen, wie viele Anfragen aus wie vielen Klicks entstehen und was dich eine Anfrage kostet.
Dafür brauchst du:
- Ein Conversion-Ziel: Zum Beispiel das erfolgreiche Absenden des Formulars oder ein Klick auf die Telefonnummer.
- Eine Danke-Seite oder ein Ereignis: So kann Google Ads oder Meta erkennen, dass eine Anfrage passiert ist.
- Saubere Kampagnen-Parameter: Damit du siehst, welche Anzeige welche Anfrage gebracht hat.
- Ein Cookie-Banner, wo nötig: Wenn du Tracking-Tools einsetzt, informierst du transparent darüber.
Schau dir die Zahlen nicht täglich an, sondern nach einigen Wochen. Kleine Änderungen, etwa eine andere Überschrift oder ein Feld weniger im Formular, kannst du dann gezielt testen.
Welche Fehler solltest du vermeiden?
Diese Fehler sehen wir bei Landingpages von Kleinbetrieben am häufigsten:
- Anzeige und Seite passen nicht zusammen: Die Anzeige verspricht etwas anderes, als die Seite zeigt.
- Zu viele Ziele: Offerte, Newsletter, Social-Media-Links und Shop auf einer Seite verwirren.
- Zu lange Formulare: Zehn Pflichtfelder schrecken ab, bevor jemand überhaupt anfängt.
- Keine Vertrauenssignale: Ohne Bewertungen, Gesicht oder Adresse fehlt der Grund, dir zu vertrauen.
- Nur auf dem Computer getestet: Auf dem Handy rutscht der Knopf plötzlich weit nach unten.
- Keine Messung: Das Budget läuft, aber niemand weiss, was es bringt.
- Austauschbare Texte: Allgemeine Floskeln überzeugen niemanden. Google betont in seinen Richtlinien, dass hilfreiche Inhalte für Menschen geschrieben sein sollen und echte Erfahrung zeigen.
Eine Landingpage ist kein Ersatz für gute Sichtbarkeit in der normalen Suche. Wenn du langfristig auch ohne Werbebudget gefunden werden willst, lies unseren Beitrag zu Local SEO für Kleinbetriebe.
Landingpage erstellen lassen oder selbst bauen?
Mit Baukästen kannst du eine Landingpage selbst zusammenstellen. Das klappt für einfache Fälle. Schwierig wird es oft bei Ladezeit, Messung, Datenschutz und überzeugenden Texten. Wenn du eine Landingpage erstellen lassen willst, sparst du dir diese Stolpersteine und bekommst eine Seite, die auf deine Kampagne abgestimmt ist.
Achte bei der Wahl einer Agentur darauf, dass sie nach deinem Ziel fragt, nicht nur nach Farben und Logo. Gute Fragen sind zum Beispiel: Wen willst du erreichen? Was soll die Person tun? Wie misst du den Erfolg? Und frag nach, ob du die Seite später selbst anpassen kannst.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?
Das hängt vom Umfang ab: Texte, Fotos, Formular, Messung und Anbindung an deine Werbekonten. Eine einfache Seite ist deutlich günstiger als eine ganze Website. Am besten lässt du dir eine konkrete Offerte für dein Vorhaben machen.
Brauche ich für jede Kampagne eine eigene Landingpage?
Nicht zwingend, aber oft lohnt es sich. Wenn deine Anzeigen ganz unterschiedliche Leistungen bewerben, passt eine eigene Seite pro Leistung besser, weil Anzeige und Seite dann die gleiche Sprache sprechen.
Wird eine Landingpage bei Google gefunden?
Sie kann gefunden werden, ist aber meist nicht dafür gemacht. Landingpages für Werbung sind kurz und auf ein Ziel ausgerichtet. Für die normale Suche ist deine Website mit ausführlichen Inhalten und einem gepflegten Google Unternehmensprofil wichtiger.
Wie lange dauert es, bis eine Landingpage online ist?
Wenn Ziel, Angebot und Texte klar sind, geht es schnell. Meist dauert die Abstimmung von Inhalten und Bildern länger als die technische Umsetzung.
Kann ich die Landingpage nach der Kampagne weiterverwenden?
Ja. Für wiederkehrende Aktionen kannst du die Seite aktualisieren und erneut einsetzen. Läuft ein Angebot ganz aus, nimmst du die Seite vom Netz oder leitest sie auf eine passende Seite deiner Website weiter.
Fazit: Eine Seite, ein Ziel, messbare Anfragen
Eine Landingpage hilft dir, aus bezahlten Klicks echte Anfragen zu machen. Entscheidend sind eine klare Botschaft, die zur Anzeige passt, ein kurzes Formular, schnelle Ladezeit und eine saubere Messung. Wenn du eine Landingpage erstellen lassen möchtest, die zu deinem Betrieb passt, unterstützt dich sitebuddy.ch gerne von der Idee bis zur fertigen Seite. Schreib uns über unser Kontakt-Formular.