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Google My Business einrichten: Anleitung Schritt für Schritt

Google My Business einrichten und verifizieren: So erstellst du dein Google Unternehmensprofil mit Kategorien, Öffnungszeiten, Fotos, Beiträgen und Bewertungen.

sitebuddy.ch
· 9 Min. Lesezeit

Um Google My Business einzurichten, meldest du dich mit einem Google-Konto auf google.com/business an, gibst Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet und Kontaktdaten ein und bestätigst danach, dass dir der Betrieb wirklich gehört. Google My Business heisst heute offiziell Google Unternehmensprofil, die Einrichtung ist kostenlos und dauert für das Grundgerüst meist weniger als eine Stunde. Erst nach der Bestätigung (Verifizierung) erscheint dein Eintrag zuverlässig in der Google Suche und in Google Maps.

In diesem Artikel gehen wir die Einrichtung Schritt für Schritt mit dir durch. Wenn du zuerst wissen möchtest, warum sich ein Profil für deinen Betrieb überhaupt lohnt, lies unseren Beitrag zum Google Unternehmensprofil. Hier geht es ganz praktisch ums Machen.

Google My Business oder Google Unternehmensprofil: Was ist der Unterschied?

Inhaltlich gibt es keinen. Google hat sein Angebot für lokale Betriebe mehrmals umbenannt. Lange hiess es Google My Business, seit 2021 heisst es auf Deutsch Google Unternehmensprofil (auf Englisch «Google Business Profile»). Die separate App wurde eingestellt, bearbeitet wird das Profil heute direkt in der Google Suche, in Google Maps oder über die Verwaltungsoberfläche im Browser.

Viele suchen trotzdem noch nach «Google My Business», darum verwenden wir in diesem Artikel beide Namen. Wenn du in älteren Anleitungen Menüpunkte findest, die es nicht mehr gibt, liegt das meist an diesem Wechsel.

Was brauchst du, bevor du startest?

Bevor du loslegst, lohnt sich eine kurze Vorbereitung. So musst du den Prozess nicht unterbrechen:

  • Ein Google-Konto: Am besten eines, das zum Betrieb gehört und nicht nur an einer einzelnen Person hängt. Weitere Personen kannst du später als Verwalter hinzufügen.
  • Den genauen Firmennamen: So, wie er auch an der Tür, auf dem Briefpapier oder im Handelsregister steht.
  • Adresse oder Einzugsgebiet: Hast du ein Ladenlokal, eine Praxis oder ein Büro, in dem du Kundschaft empfängst? Oder fährst du zu deinen Kunden, etwa als Elektriker im Raum Zürich?
  • Telefonnummer und Website: Am besten eine feste Geschäftsnummer.
  • Öffnungszeiten: Inklusive Ausnahmen an Feiertagen.
  • Ein paar gute Fotos: Logo, Aussenansicht, Innenräume, Team, Arbeiten.

Schritt 1: Profil erstellen

Öffne die Seite von Google Unternehmensprofil und klicke auf «Jetzt verwalten». Gib den Namen deines Betriebs ein. Google zeigt dir dabei womöglich bereits bestehende Einträge an. Das passiert öfter, als man denkt, denn Google legt manche Einträge automatisch an oder Kundschaft schlägt sie vor. Gibt es deinen Betrieb schon, beanspruchst du diesen Eintrag, statt einen neuen zu erstellen. Doppelte Einträge verwirren Google und deine Kundschaft.

Danach wählst du die Art des Unternehmens. Für die meisten Kleinbetriebe ist das ein lokales Geschäft mit Standort oder ein Dienstleister, der zur Kundschaft fährt.

Schritt 2: Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist eine der wichtigsten Angaben überhaupt. Sie entscheidet mit, bei welchen Suchen du erscheinst. Wähle die Kategorie, die dein Kerngeschäft am genausten beschreibt, also eher «Sanitärinstallateur» als «Bauunternehmen» oder «Physiotherapeut» statt «Gesundheitszentrum».

Später kannst du weitere Kategorien ergänzen. Aus unserer Erfahrung reichen bei Kleinbetrieben zwei bis vier passende Nebenkategorien. Mehr ist nicht besser, wenn die Kategorien nicht wirklich zu deinem Angebot passen.

Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet angeben

Hier gibt es zwei Wege:

SituationWas du angibst
Kundschaft kommt zu dir (Laden, Praxis, Restaurant)Vollständige Adresse, sichtbar im Profil
Du gehst zur Kundschaft (Handwerk, Reinigung, Hausbesuche)Einzugsgebiet, z. B. Gemeinden oder Regionen; Adresse wird ausgeblendet
BeidesAdresse sichtbar plus Einzugsgebiet

Arbeitest du von zu Hause aus und empfängst dort keine Kundschaft, solltest du deine Privatadresse ausblenden. Die Richtlinien von Google sind hier klar: Angezeigt wird nur eine Adresse, an der Kundschaft während der Öffnungszeiten auch wirklich bedient wird.

Schritt 4: Kontaktdaten eintragen

Gib Telefonnummer und Website an. Achte darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer exakt so geschrieben sind wie auf deiner Website und in Verzeichnissen wie local.ch oder search.ch. Diese Einheitlichkeit hilft Google, deinen Betrieb eindeutig zuzuordnen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel zu Local SEO für Kleinbetriebe.

Schritt 5: Wie funktioniert die Verifizierung?

Die Verifizierung bestätigt Google, dass du wirklich zum Betrieb gehörst. Google entscheidet selbst, welche Methoden dir angeboten werden. Je nach Betrieb sind das zum Beispiel:

  • Videoaufnahme: Du filmst mit dem Smartphone deinen Standort, Beschriftungen, Werkzeuge oder Firmenfahrzeuge und einen Nachweis, dass du Zugriff auf den Betrieb hast.
  • Telefon oder SMS: Du erhältst einen Code.
  • E-Mail: Ein Code an eine Adresse, idealerweise mit deiner Firmendomain.
  • Postkarte: Seltener geworden, aber noch möglich. Die Karte mit Code kommt per Post.

Die Prüfung kann einige Tage dauern. Ändere in dieser Zeit möglichst nichts an Name, Adresse oder Kategorie, sonst kann sich der Prozess verlängern. Aus unserer Erfahrung scheitert die Videoverifizierung am häufigsten daran, dass im Video kein klarer Bezug zum Betrieb sichtbar ist. Zeig also deutlich Firmenschild, Briefkasten oder beschriftetes Fahrzeug.

Schritt 6: Öffnungszeiten richtig pflegen

Trage deine regulären Öffnungszeiten ein und ergänze danach Sonderöffnungszeiten. In der Schweiz sind das neben Weihnachten und Neujahr auch Auffahrt, Pfingstmontag, der 1. August und je nach Kanton weitere Feiertage wie das Sechseläuten in Zürich. Nichts ärgert Kundschaft mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google «geöffnet» anzeigt.

Machst du Betriebsferien, kannst du das ebenfalls als Sonderöffnungszeit hinterlegen. Markiere den Betrieb nicht als «vorübergehend geschlossen», wenn es nur um ein paar Tage geht.

Schritt 7: Beschreibung und Leistungen

In der Beschreibung hast du rund 750 Zeichen Platz. Erkläre einfach, was du machst, für wen und wo. Schreib so, wie du am Telefon mit einer neuen Kundin sprechen würdest. Links, Werbesprüche in Grossbuchstaben und Aufzählungen von Suchbegriffen gehören nicht hinein.

Im Bereich Leistungen oder Produkte kannst du dein Angebot einzeln aufführen, auf Wunsch mit Preis und kurzer Beschreibung. Das hilft Google, dich auch für spezifische Suchen anzuzeigen.

Schritt 8: Welche Fotos gehören ins Profil?

Fotos machen dein Profil lebendig. Lade mindestens diese Bilder hoch:

  1. Logo
  2. Titelbild, das deinen Betrieb gut repräsentiert
  3. Aussenansicht, damit man dich vor Ort wiedererkennt
  4. Innenräume oder Arbeitsplatz
  5. Team, gerne in Aktion
  6. Beispiele deiner Arbeit, Produkte oder Gerichte

Nutze echte, helle Fotos statt Stockbilder. Ein Smartphone der letzten Jahre reicht dafür völlig. Lade danach regelmässig neue Bilder hoch, etwa von abgeschlossenen Projekten.

Schritt 9: Beiträge veröffentlichen

Mit Beiträgen zeigst du direkt im Profil, was gerade läuft: eine Aktion, ein neues Angebot, ein Event oder einfach eine Neuigkeit aus dem Betrieb. Ein Beitrag besteht aus Text, Bild und optional einem Button wie «Anrufen» oder «Mehr erfahren».

Du musst nicht täglich posten. Aus unserer Erfahrung ist ein Beitrag alle zwei bis vier Wochen für die meisten Kleinbetriebe gut machbar und zeigt Google und Kundschaft, dass dein Betrieb aktiv ist.

Schritt 10: Wie beantwortest du Bewertungen richtig?

Bewertungen gehören zu den sichtbarsten Teilen deines Profils. Bitte zufriedene Kundinnen und Kunden aktiv um eine Rezension, zum Beispiel mit dem Bewertungslink aus deinem Profil per E-Mail oder als QR-Code an der Theke. Belohnungen für Bewertungen sind laut Google-Richtlinien nicht erlaubt.

Beantworte jede Bewertung, die guten wie die schlechten:

  • Positive Bewertung: Kurz danken, gerne mit einem persönlichen Bezug zum Auftrag.
  • Negative Bewertung: Ruhig bleiben, sachlich antworten, Verständnis zeigen und einen Weg anbieten, das Problem direkt zu klären.
  • Unfaire oder gefälschte Bewertung: Über die Funktion zum Melden an Google weitergeben, aber trotzdem höflich öffentlich antworten.

Denk daran: Deine Antwort lesen nicht nur die Verfasser, sondern alle künftigen Interessenten.

Häufige Fehler beim Einrichten

Diese Fehler sehen wir bei Kleinbetrieben immer wieder:

  • Keywords im Firmennamen: «Malerei Muster Zürich Bester Maler» verstösst gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Verwende nur deinen echten Namen.
  • Doppelte Profile: Statt einen alten Eintrag zu beanspruchen, wird ein neuer angelegt.
  • Privatadresse sichtbar: Obwohl dort keine Kundschaft empfangen wird.
  • Veraltete Öffnungszeiten: Vor allem an Feiertagen.
  • Profil an privatem Konto eines Mitarbeitenden: Verlässt die Person den Betrieb, wird der Zugriff schwierig.
  • Einrichten und vergessen: Ein Profil ohne neue Fotos, Beiträge oder Antworten auf Bewertungen wirkt schnell verlassen.
  • Website fehlt oder ist langsam: Viele klicken vom Profil auf deine Website. Ist sie veraltet oder schwer bedienbar auf dem Smartphone, verlierst du diese Anfragen wieder.

Achte ausserdem auf Anrufe, die angeblich von Google kommen und dir eine bessere Platzierung gegen Bezahlung versprechen. Google weist in seiner Hilfe ausdrücklich darauf hin, wie solche automatisierten Anrufe einzuordnen sind.

Häufige Fragen

Kostet Google My Business etwas?

Nein. Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du zusätzlich Werbung über Google Ads schaltest oder dir bei der Einrichtung helfen lässt.

Wie lange dauert die Verifizierung?

Das hängt von der Methode ab. Ein Code per SMS oder E-Mail geht oft sofort, eine Videoprüfung kann einige Tage dauern, eine Postkarte meist etwas länger. Google nennt keine feste Frist.

Kann ich ein Profil ohne Geschäftsadresse erstellen?

Ja. Wenn du zu deiner Kundschaft fährst, gibst du ein Einzugsgebiet an und blendest deine Adresse aus. Eine Adresse zur Verifizierung brauchst du trotzdem, sie wird aber nicht öffentlich angezeigt.

Was mache ich, wenn jemand anderes mein Profil verwaltet?

Du kannst über das Profil den Zugriff anfordern. Die aktuelle verwaltende Person wird benachrichtigt und kann zustimmen. Reagiert sie nicht, bietet Google dir je nach Fall eine eigene Bestätigung an.

Brauche ich trotz Unternehmensprofil eine Website?

Ja, wir empfehlen es klar. Das Profil ist ein starker Einstieg, aber deine Website erklärt dein Angebot ausführlicher, stärkt dein Vertrauen und gehört dir. Zudem berücksichtigt Google die Website bei der Bewertung deiner lokalen Bekanntheit.

Fazit: Einmal sauber einrichten, dann regelmässig pflegen

Google My Business einzurichten ist kein grosser Aufwand, wenn du die Daten bereit hast. Wichtig sind die richtige Kategorie, korrekte Angaben, eine erfolgreiche Verifizierung und danach etwas Regelmässigkeit bei Fotos, Beiträgen und Bewertungen. So bleibt dein Unternehmensprofil ein aktueller Wegweiser zu deinem Betrieb.

Wir von sitebuddy.ch helfen Kleinbetrieben in Zürich und der ganzen Deutschschweiz dabei, online gefunden zu werden: mit einer klaren Website und einem sauber eingerichteten Profil. Lass uns gerne in einem kostenlosen Erstgespräch darüber sprechen.

Quellen

  1. Einstieg in Google Unternehmensprofile, Google Unternehmensprofil-Hilfe
  2. Für ein Unternehmensprofil registrieren, Google Unternehmensprofil-Hilfe
  3. Unternehmen bei Google bestätigen, Google Unternehmensprofil-Hilfe
  4. Richtlinien zur Darstellung Ihres Unternehmens bei Google, Google Unternehmensprofil-Hilfe
  5. Tipps für mehr Rezensionen, Google Unternehmensprofil-Hilfe
  6. Automatisierte Anrufe und SMS von Google an Ihr Unternehmen, Google Unternehmensprofil-Hilfe
  7. So verbessern Sie Ihr lokales Ranking bei Google, Google Unternehmensprofil-Hilfe

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