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Onepager oder mehrere Seiten: Was passt zu deinem Betrieb?

Onepager oder mehrere Seiten? Unsere Entscheidungshilfe für Kleinbetriebe: Kriterien, Vergleichstabelle, Beispiele je Branche und ein Weg, der mitwächst.

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· 8 Min. Lesezeit

Onepager oder mehrere Seiten? Ein Onepager passt, wenn du ein klares Hauptangebot hast, in einer Region tätig bist und vor allem Anfragen erhalten möchtest. Eine mehrseitige Website lohnt sich, sobald du mehrere unterschiedliche Leistungen anbietest, an mehreren Orten gefunden werden willst oder regelmässig neue Inhalte veröffentlichst. Viele Kleinbetriebe starten mit einem Onepager und bauen ihn später gezielt aus.

In diesem Artikel zeigen wir dir, nach welchen Kriterien du entscheiden kannst, wie sich die beiden Varianten unterscheiden und was aus unserer Erfahrung für typische Schweizer Kleinbetriebe gut funktioniert.

Was ist ein Onepager und was eine mehrseitige Website?

Ein Onepager ist eine Website, die aus einer einzigen, langen Seite besteht. Die Inhalte sind in Abschnitte gegliedert, etwa Angebot, Über uns, Referenzen und Kontakt. Das Menü springt nicht auf neue Seiten, sondern scrollt zum passenden Abschnitt.

Eine mehrseitige Website verteilt die Inhalte auf mehrere Unterseiten mit eigener Adresse, zum Beispiel /leistungen/badsanierung oder /team. Jede Seite hat ihren eigenen Titel, ihre eigene Beschreibung und kann für ein eigenes Thema gefunden werden.

Beide Varianten sind keine Frage von «modern» oder «veraltet». Es geht darum, was zu deinem Angebot und deinen Zielen passt. Wenn du dich genauer für den Onepager interessierst, lies auch unseren Artikel Onepager erstellen lassen.

Onepager oder mehrere Seiten: Nach welchen Kriterien entscheidest du?

Aus unserer Erfahrung lassen sich fast alle Fälle mit fünf Fragen klären. Geh sie der Reihe nach durch und notiere dir jeweils, in welche Richtung die Antwort zeigt.

Wie viele Leistungen bietest du an?

Hast du ein Kernangebot, das sich in wenigen Sätzen erklären lässt, reicht ein Onepager oft aus. Eine Coiffeuse, ein Yogastudio oder eine Fahrlehrerin kann ihr Angebot gut auf einer Seite darstellen.

Bietest du dagegen mehrere Leistungen an, die unterschiedliche Menschen ansprechen, wird es auf einer Seite schnell eng. Ein Sanitärbetrieb, der Badsanierungen, Heizungsersatz und einen Notfalldienst anbietet, hat drei Zielgruppen mit drei verschiedenen Fragen. Hier bringt jede Leistung auf einer eigenen Seite mehr Klarheit.

Wie wichtig ist dir die Google-Suche?

Google betont in seinem SEO-Leitfaden, dass eine logische Struktur Suchmaschinen und Besuchern hilft, die Beziehung zwischen Seiten zu verstehen. Ausserdem empfiehlt Google, jeder Seite einen eigenen, beschreibenden Titel zu geben. Ein Onepager hat aber nur einen Titel und eine Adresse. Damit kannst du dich gut auf ein Hauptthema ausrichten, etwa «Physiotherapie in Wädenswil», aber kaum auf fünf verschiedene.

Wenn deine Kundschaft dich vor allem über Empfehlungen, Social Media oder dein Google Unternehmensprofil findet, spielt das eine kleinere Rolle. Suchen die Leute dagegen gezielt nach einzelnen Leistungen, sind eigene Unterseiten klar im Vorteil.

Bist du in einer oder in mehreren Regionen tätig?

Wer in einem Ort oder einem kleinen Einzugsgebiet arbeitet, kann den Standort auf einem Onepager problemlos nennen. Bist du aber zum Beispiel in Zürich, Winterthur und im Zürcher Oberland aktiv und hast dort auch echte Referenzen, kann je eine Seite pro Region sinnvoll sein. Wichtig ist, dass diese Seiten echten Inhalt haben und nicht nur den Ortsnamen austauschen.

Wie gross ist dein Budget?

Ein Onepager ist in der Regel schneller umgesetzt, weil weniger Texte, Bilder und Seitenvorlagen nötig sind. Eine mehrseitige Website braucht mehr Planung und vor allem mehr Inhalt. Der grösste Aufwand liegt oft nicht in der Technik, sondern im Schreiben der Texte. Bei sitebuddy.ch startet die Erstellung ab CHF 1’290.–, der genaue Umfang hängt davon ab, wie viele Seiten und Inhalte du brauchst.

Wie viel Zeit hast du für die Pflege?

Jede Seite will aktuell gehalten werden. Ein Onepager ist schnell überblickt, du siehst auf einen Blick, ob Öffnungszeiten, Preise und Team noch stimmen. Bei einer grösseren Website lohnt sich eine feste Betreuung, damit nichts veraltet. Wir bieten dafür eine Betreuung für CHF 99.– pro Monat an, bei der wir uns um Updates, Sicherheit und kleine Anpassungen kümmern.

Onepager und mehrseitige Website im Vergleich

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen:

KriteriumOnepagerMehrere Seiten
Angebotein klares Hauptangebotmehrere unterschiedliche Leistungen
Google-Suchegut für ein Hauptthemagut für viele Themen und Orte
Aufwand und Budgettiefer, schneller onlinehöher, mehr Texte nötig
Pflegeschnell überblicktmehr Inhalte zu pflegen
Besucherführungeine klare Geschichte von oben nach untenBesucher wählen gezielt ihr Thema
Ausbaubegrenzt, ab einer gewissen Länge unübersichtlichflexibel, neue Seiten jederzeit möglich

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Die Nielsen Norman Group hat in Blickverlaufsstudien beobachtet, dass die meiste Aufmerksamkeit auf den ersten Bildschirmen einer Seite liegt und nach unten deutlich abnimmt. Bei einem Onepager heisst das, dass die wichtigsten Informationen und der Kontaktweg ganz oben stehen müssen. Was erst im zehnten Abschnitt kommt, sehen viele gar nicht.

Welche Variante passt zu welcher Branche?

Damit es konkreter wird, hier einige typische Szenarien aus unserem Alltag. Sie sind als Orientierung gedacht, jeder Betrieb ist etwas anders.

Coiffeursalon in Zürich Wiedikon: Ein Salon, ein Team, eine Preisliste und ein Buchungsknopf. Hier ist ein Onepager meist ideal. Die Kundschaft will vor allem wissen, wie es aussieht, was es kostet und wie man einen Termin bucht.

Malergeschäft mit vier Mitarbeitenden: Innenanstriche, Fassaden und Tapezierarbeiten sprechen unterschiedliche Kunden an, private Hausbesitzer genauso wie Verwaltungen. Eine kleine mehrseitige Website mit einer Seite pro Leistung und einer Referenzseite funktioniert hier aus unserer Erfahrung besser.

Physiotherapiepraxis: Kommt darauf an. Bietet die Praxis klassische Physiotherapie an einem Standort an, reicht ein Onepager. Kommen Spezialgebiete wie Sportphysio, Beckenboden oder Lymphdrainage dazu, lohnt sich je eine eigene Seite, weil genau danach gesucht wird.

Restaurant oder Café: Speisekarte, Öffnungszeiten, Reservation, Anfahrt. Ein Onepager deckt das gut ab. Gibt es zusätzlich Catering oder einen Saal für Anlässe, kann eine zusätzliche Unterseite dafür sinnvoll sein.

Treuhandbüro: Buchhaltung, Steuererklärungen, Lohnwesen und Firmengründung sind eigene Themen mit eigenen Fragen. Hier spricht fast alles für mehrere Seiten, ergänzt durch einen Blog oder Ratgeber, wenn du regelmässig schreiben möchtest.

Fahrschule: Autoprüfung, Motorrad, Nothelferkurs und VKU sind klar getrennte Angebote, nach denen gezielt gesucht wird. Eine kleine mehrseitige Website mit einer Seite pro Kurs bringt hier meist mehr Anfragen über Google.

Kann ich mit einem Onepager starten und später ausbauen?

Ja, und das ist für viele Kleinbetriebe der vernünftigste Weg. Du musst nicht am ersten Tag die perfekte, grosse Website haben. Ein möglicher Wachstumspfad sieht so aus:

  1. Start mit einem Onepager: Du bist schnell online, hast eine professionelle Visitenkarte und einen klaren Kontaktweg.
  2. Erste Unterseite ergänzen: Sobald sich zeigt, dass eine Leistung besonders gefragt ist, bekommt sie eine eigene Seite mit mehr Details, Fragen und Antworten sowie Referenzen.
  3. Weitere Leistungs- oder Regionsseiten: Schritt für Schritt kommen weitere Seiten dazu, jeweils mit eigenem Inhalt.
  4. Ratgeber oder Blog: Wenn du gerne Wissen teilst, helfen Artikel dabei, Vertrauen aufzubauen und für zusätzliche Suchbegriffe gefunden zu werden.

Damit dieser Weg klappt, sollte die Website von Anfang an so gebaut sein, dass neue Seiten einfach dazukommen können, ohne dass alles neu gemacht werden muss. Darauf achten wir bei jedem Projekt.

Woran erkennst du, dass dein Onepager zu klein geworden ist?

Ein paar Anzeichen sprechen dafür, dass es Zeit für mehr Seiten ist:

  • Die Seite ist so lang geworden, dass du selbst scrollen musst, um etwas zu finden.
  • Kundinnen und Kunden fragen immer wieder nach Informationen, die zwar auf der Seite stehen, aber untergehen.
  • Du möchtest für eine bestimmte Leistung bei Google gefunden werden, aber sie ist nur ein kleiner Abschnitt unter vielen.
  • Du hast neue Leistungen oder einen neuen Standort dazugenommen.
  • Du hast Lust, regelmässig Tipps oder News zu veröffentlichen.

Google rät in seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten, Inhalte in erster Linie für Menschen zu schreiben. Das gilt hier besonders: Neue Seiten sollten entstehen, weil deine Besucher davon profitieren, nicht nur, weil du mehr Seiten haben möchtest.

Häufige Fragen

Ist ein Onepager schlecht für SEO?

Nicht grundsätzlich. Ein Onepager kann für ein Hauptthema und einen Ort gut gefunden werden. Schwierig wird es erst, wenn du für viele verschiedene Leistungen oder Regionen sichtbar sein möchtest, weil eine einzelne Seite nur einen Titel und eine Adresse hat.

Wie viele Seiten braucht eine typische KMU-Website?

Das hängt vom Angebot ab. Aus unserer Erfahrung kommen viele Kleinbetriebe mit einer Startseite, einigen Leistungsseiten, einer Seite über das Team und einer Kontaktseite gut aus. Mehr Seiten sind nur sinnvoll, wenn es auch echten Inhalt dafür gibt.

Ist ein Onepager günstiger?

Meistens ja, weil weniger Inhalte erstellt und gestaltet werden müssen. Der Unterschied liegt vor allem im Aufwand für Texte und Bilder. Wichtig ist, nicht nur auf den Startpreis zu schauen, sondern auch darauf, ob die Website später erweitert werden kann.

Kann ich einen bestehenden Onepager in eine mehrseitige Website umwandeln?

In der Regel ja. Die bestehenden Abschnitte werden zu eigenen Seiten ausgebaut und mit mehr Inhalt ergänzt. Bei einem Umbau sollte die Startseite ihre Adresse behalten, damit bestehende Links und Einträge weiter funktionieren.

Was ist besser für das Handy?

Beide Varianten können auf dem Handy sehr gut funktionieren. Ein Onepager ist einfach zu scrollen, eine mehrseitige Website braucht ein gut gemachtes Menü. Entscheidend ist, dass Telefonnummer und Kontaktknopf immer schnell erreichbar sind.

Fazit: Entscheide nach deinem Angebot, nicht nach dem Trend

Ob Onepager oder mehrere Seiten, hängt von deinem Angebot, deinen Zielen bei Google, deinen Regionen, deinem Budget und deiner Zeit für die Pflege ab. Für einen klaren, lokalen Betrieb ist ein Onepager oft ein idealer Start. Wer mehrere Leistungen anbietet oder an mehreren Orten gefunden werden will, fährt mit mehreren Seiten besser. Und wer unsicher ist, startet klein und baut gezielt aus.

Wir von sitebuddy.ch helfen dir gerne bei der Entscheidung und schauen gemeinsam mit dir an, was zu deinem Betrieb passt. Vereinbare dafür ein kostenloses Erstgespräch.

Quellen

  1. SEO Starter Guide: The Basics, Google Search Central
  2. Influencing Title Links in Google Search, Google Search Central
  3. Creating Helpful, Reliable, People-First Content, Google Search Central
  4. Scrolling and Attention, Nielsen Norman Group

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